Richtigkeit

Relativität der Religion

Fast jeder gläubige Christ weiß wohl heute, dass nicht alles wörtlich genommen werden darf, was man als gut erzogenes christliches Kind so gelernt hat. Kritische Beispiele sind Christkind, Weihnachtsmann bis hin zum Schutzengel. Diese sind hier weniger gemeint als die religiöse Wunder. Sie sind eher literarische Umschreibungen, weniger naturwissenschaftliche Beschreibung von Fakten. Und selbst viele Kernbereiche des Glaubens wie etwa Todsünden werden heute sogar von den Kirchen selbst relativiert. In religiösen Glaubenangelegenheiten besteht heute kaum noch jemand darauf, dass etwas naturwissenschaftlich richtig sei. Man spricht dann gerne von Meinungsfreiheit.

Strenge der Naturwissenschaft

In der Naturwissenschaft ist das anders. Die Naturwissenschaft besteht darauf, dass eine Erkenntnis, etwa dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt, richtig sei. Diese Richtigkeit muss immer auch messbar sein. Messungen sind aber nie völlig präzise. Der naturwissenschaftliche Fortschritt führt zu immer höherer Präzision.

Im Fall von Sonne und Erde wurde die einfache Planetenmechanik einfacher Kreisbahnen präzisiert durch Ellipsen, am Ende durch die messbaren Gravitationskräfte aller Planeten im Sonnensystem, die sich im Verhältnis ihrer messbaren Massen und messbaren Abstände mit ihren Gravitationskräfte alle gegenseitig beeinflussen. Alle Einflüsse können so in abschätzbaren Grenzen berechnet werden.

Energie - Richtiges und Falsches

Wenn im politischen Alltag über Energie gesprochen wird, ist aus naturwissenschaftlicher Sicht grundsätzlich immer Betrug im Spiel. Energie als solche gibt es ebenso wenig wie Obst. So wie es beim Obst nur Äpfel oder Birnen gibt, so gibt es bei der Energie nur wenige Arten von Energieformen. Jede Form von Energie wie zum Beispiel Licht, Strom oder Wärme hat ihre eigenen Naturgesetze.

Energiesparen ist daher noch unbestimmter als Obst essen! Beides sind naturwissenschaftliche Null-Aussagen. Politische Aussagen, die eben keinen auf eine konkrete Sache bezogenen Inhalt haben.

Windenergie

Wenn die Politik heute von Windenergie spricht, ist nicht die Kraft des Windes gemeint, sondern elektrischer Strom, den ein Dynamo auf einem Windrad erzeugt.

Umsonst ist bei einem Windrad nur die Kraft des Windes. In der Tat kostet der Wind nichts! Die Kraft des Winden wird von der Sonne gratis geliefert. Sie wird aus dem Licht und der Wärme der Sonne geboren und entsteht wie die Kraft der Sonne selbst immer wieder neu. Hier ist eine Erneuerbarkeit am Werke, die Albert Einstein erklärt hat und die ich gerne ihm zu Ehren „Einstein“ – Energie nenne, statt Energie aus Kernfusion.

Windrad

Das Windrad selbst ist aber von Menschen gemacht. Machte auch die Sonne die Windräder wie durch ein Wunder, würden auch die Windräder nichts kosten. Weil ein Windrad von Menschen durch Arbeit gebaut wird, kostet es etwas und infolge dessen gehört es auch jemand. Wind und Sonne gehören niemand. Menschliche Arbeit muss bezahlt werden und zwar ordentlich! Zu Zahlen ist Planung und Aufbau, für Wartung und Reparatur im Dauerbetrieb und auch nach dem Ende der Lebensdauer für Abbau und Entsorgung des Windrades und vor allem seiner riesigen Betonfundamente im Boden.

Material des Windrads

Auch das Material des Windrades wurde von Menschen erarbeitet und ist daher nicht umsonst. Es ist wie beim Sand und Ton der Erde. Beide sind an sich umsonst. Aber wenn Menschen daraus Ziegel gebrannt haben, um Häuser zu bauen, sind die Ziegel nicht mehr umsonst, sondern Baumaterial, für das ein Preis zu zahlen ist. So ist es auch beim elektrischen Strom aus Wind. Er hat einen hohen Preis, der vom Staat festgelegt wird und einen geringen Wert, den der Strommarkt an der Strombörse bestimmt. Den billigen Börsenstrom kann aber nur die Industrie kaufen. Menschen müssen per Gesetz den hohen Preis bezahlen, damit die Industrie preiswerten Strom aus Wind bekommt.

Fazit

Die Kraft des Windes ist umsonst und treibt das Windrad an. Die Kraft des elektrischen Stromes aus dem Windrad ist nicht umsonst, sondern hat einen Preis.

Stundenlöhne könnten den tatsächlichen Mindestpreis von Windstrom bestimmen. Das wäre fair. Fairer chinesischer Windstrom hat einen anderen Preis als fairer Windstrom aus der Schweiz.

Erneuerbar

„Erneuerbar“ ist auch ein moderner politischer Begriff. Jeder kann darunter verstehen, was er will. Und wenn die Mehrheit sagt, Windenergie sei erneuerbar, dann ist es eben so.

Wenn sich aber jemand einbildet, er gäbe etwas auf dieser Erde, was sich selbst neu machen kann, dann muss er etwas vorzeigen können, was erst alt war und was sich dann von selbst wieder jung macht.

Das „Wunder des Saatkorns“, das aufgeht zu einer neuen Pflanze, ist Nichts Altes aus dem Neues entsteht. Das Saatkorn ist etwas Neues aus dem etwas noch Neueres entsteht. Niemand ist in der Lage, ein altes Saatkorn zu erneuern. „Erneuerbar“ ist ein ideologisches Wunder unserer Zeit, an das viele Parteifreunde glauben. Ich als Mensch, glaube nicht an solche Wunder.

Stand: 11. Februar 2017

Naturwissenschaftlicher Imperativ

Mein Vorschlag für eine Selbstverpflichtung für Naturwissenschaftler, Mediziner, Ingenieure, Techniker und alle Praktiker lautet so:

Das faktische Streben nach wirklicher Erkenntnis muss immer mit einer moralischen Höherentwicklung einhergehen. Mehr Brüderlichkeit ist eine Form moralischer Höherentwicklung.

Stand; 19. Februar 2017